Wir sind eine Initiative von Menschen, die unmittelbar am Hansaplatz und in den Nebenstraßen wohnen und arbeiten. Dabei haben wir uns hier mit der Kenntnis angesiedelt, dass das Viertel ein historischer Kiez ist und mehr Lebensfacetten anzutreffen sind als in anderen Stadtteilen.

Seit der EU Osterweiterung 2007 jedoch erleben wir einen Wandel der Szene, geprägt durch Mafia-Organisationen mit Menschen- und Drogenhandel. Mit unserem Engagement wollen wir auf politischer und behördlicher Ebene den notwendigen Druck erzeugen, damit die Kriminalität nachhaltig bekämpft wird und unser Stadtteil nicht in Kürze gänzlich kippt. Die Zeit drängt, denn die momentane Entwicklung des Straßenstrichs mit den erkennbaren Terrainaufteilungen breitet sich kontinuierlich aus. Niemand aber wohnt gerne in einem Viertel, indem organisierte Kriminalität und die damit einhergehenden Begleiter- scheinungen dominieren. Deshalb streiten wir für unseren Stadtteil.

Unsere Ziele sind einfach: Wir wollen menschenwürdige Verhältnisse für alle, den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen sichern, sowie ordentliche Voraussetzungen für die Ansiedlung einer bunten Vielfalt von Kunst und Kultur, Geschäften, Gastronomie und Gewerbe am und um den Hansaplatz.

Deshalb setzen wir uns ein für die konsequente Anwendung der bestehenden Sperrgebietsverordnung für St. Georg, die die Straßenprostitution im Viertel untersagt. Verbunden mit der Forderung nach Maßnahmen einer sofortigen Einführung eines Bußgeldes für Freier im Sperrgebiet, wie dies seit Oktober 2010 von den Behörden geprüft und geplant wird. Wir befürworten die behördlichen Absichten, das horizontale Gewerbe ins Industriegebiet zu verlagern und die Steigen im Viertel zu schließen.